Das Ende einer Ära - Horst Johanning ist tot
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LoComKultur
20.10.2026
Das Ende einer Ära - Horst Johanning ist tot
Horst Johanning, DAS Urgestein der Bonner Kulturszene hat die große Bühne für immer verlassen. Besonders im Contra-Kreis-Theater, dem er Jahrzehnte das jetzige überregionale Profil gab, wird getrauert. Aber auch in seinem Sinne die Spielzeit weitergeführt. Und die hat am kommenden Donnerstag eine Premiere vorgesehen: „Rita will’s wissen“ war ein riesiger Theatererfolg in England und wurde mit Julie Walters und Michael Caine in den Hauptrollen verfilmt. Die deutsche Übersetzung überarbeitete René Heinersdorff, der auch kurzerhand für den erkrankten Horst Johanning die Regie übernahm. Mit Christina Stephan und Stefan Keim hat das zwei-Personen-Stück die perfekte Besetzung.
Das Stück ist heute ebenso aktuell wie zur Zeit seiner Uraufführung im Jahr 1980. Immer noch haben Menschen schlechte Karten, die nicht in einer gebildeten oder reichen Familie aufwachsen. Die Friseurin Rita erfindet sich neu, mit überwältigender Energie und natürlichem Witz. Sie stürmt ins Büro eines frustrierten Literaturprofessors und lässt ihn nicht mehr aus den Klauen. Er soll ihr Lehrer sein und ihr einen Weg zeigen in eine Welt, die ihr bisher verschlossen geblieben ist.
Thomas Dogen hat das Ensemblegespräch, an dem auch Horst Johannings Tochter Jessica Hoffmann teilnahm, die derzeit kommissarisch das Theater leitet, genutzt, um über Horst Johanning als Mensch, sein Leben und sein Lebenswerk zu sprechen. Geholfen hat dabei sehr, dass mit René Heinersdorff und Stefan Keim langjährige, persönliche Freunde Teil des Ensembles sind.
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